Der GRÜNE Film

Im Filmpalast Wolfenbüttel, Lange Str. 5  am 6.3.2024 um 19:00 Uhr und im Anschluss Diskussion in der VeränderBar
Die Tragikkomödie erzählt vom Deutsch-Singhalese Saliya Kahawatte, der in jungen Jahren zunehmend erblindet, sich aber trotzdem seinen Weg zum Abitur und seinem Traumberuf erkämpft.

Thema Moor bei der GRÜNEN Braunkohlwanderung

Die diesjährige Braunkohlwanderung des GRÜNEN Kreisverbands Wolfenbüttel verlief aufgrund der Demonstration gegen rechts in Wolfenbüttel anders als ursprünglich geplant. Kurzfristig hatte sich der Kreisvorstand entschieden, einen Teil der Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, um allen die Möglichkeit zu geben, an der so wichtigen Kundgebung teilzunehmen. „Es war uns wichtig, heute in Wolfenbüttel gemeinsam ein starkes Signal für die Demokratie und gegen Demokratiefeindlichkeit zu setzen“, erklärte der Co-Sprecher des Kreisverbands Nico Söhnel. Nach der Demo trafen sich die GRÜNEN im Café Brennnessel in Veltheim am Fallstein, direkt am Großen Bruch.

Ulrike Siemens, Co-Sprecherin des Kreisverbands, gab nach der Begrüßung eine kurze Einführung ins Thema Moore. Die besondere Bedeutung der Moore als CO2-Senke für das Klima wurde herausgestellt. Das Große Bruch, das sich über die Landkreise Wolfenbüttel, Helmstedt und Harz in Sachsen-Anhalt erstreckt ist ein gutes Anschauungsbeispiel dafür, wie sich unterschiedliche politische Vorgaben auf den Zustand des Moores auswirken können. So stand über Jahrzehnte in der ehemaligen BRD die gezielte Trockenlegung des Moores und die „Melioration“, also Verbesserung, der Böden auf der politischen Agenda. Durch diese Maßnahmen ist der Zustand des Moores überwiegend schlecht bis sehr schlecht. Im westlichen Bereich bei Hornburg ist das Moor so weit verschwunden, dass wohl auch eine Vernässung nicht mehr möglich sein wird, wie eine Untersuchung im Auftrag des Landkreises Wolfenbüttel ergeben hat. In Sachsen-Anhalt ist der Zustand des Moores, das ja auch Bestandteil des Grünen Bandes ist, deutlich besser. Dies ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass es zu DDR-Zeiten Teil der Grenzanlagen war. Andreas Hoffmann, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN, stand für Fragen der Teilnehmenden bereit und sagte zu, sich für das Thema im Landtag verstärkt einzusetzen. Zur Sprache kamen dabei auch die Konflikte, die mit einer Wiedervernässung von Mooren einhergehen, da die Flächen derzeit landwirtschaftlich genutzt werden und dafür intensiv entwässert werden müssen. Diskutiert wurde ebenfalls über Kompensations- und andere Nutzungsmöglichkeiten, z.B. im Bereich der Energieerzeugung.

Die Wolfenbütteler GRÜNEN freuten sich über Teilnehmende aus allen drei beteiligten Landkreisen. Gemeinsam genoss man den leckeren Braunkohl und den frisch gebackenen Kuchen in der sehr angenehmen Atmosphäre des Café Brennnessel. Ein Ort, den viele auch im Rahmen von Ausflügen in die Nachbarschaft bald wieder aufsuchen werden.

Der vertiefende inhaltliche Teil der Wanderung wird unter sach- und fachkundiger Führung im Frühjahr nachgeholt. Festhalten lässt sich jetzt schon, dass die hohen Niederschlagsmengen der letzten Monate für eine deutliche Entspannung der Situation im Großen Bruch gesorgt haben, besonders wichtig nach den letzten Dürrejahren.

30 Jahre Bündnis 90/Die Grünen

Marianne Birthler zu Gast in Wolfenbüttel

In diesem Jahr feiern Bündnis 90/Die Grünen ihr 30-jähriges Bestehen als politische Kraft in Deutschland. Dieses Jubiläum bot bei der Veranstaltung im Prinzenpalais nicht nur die Gelegenheit, auf die vergangenen drei Jahrzehnte zurückzublicken, sondern auch, die Rolle von Frauen in der Politik zu würdigen. Marianne Birthler, als herausragende Persönlichkeit in der deutschen Politik, hat sich in den letzten Jahrzehnten als engagierte Verfechterin von Menschenrechten und demokratischen Werten einen Namen gemacht. Als Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen hat sie nicht nur die Entwicklung der Partei beeinflusst, sondern auch aktiv an wichtigen politischen Entscheidungen teilgenommen.

Im Prinzenpalais las Marianne Birthler aus ihrem Buch "Halbes Land. Ganzes Land. Ganzes Leben: Erinnerungen". Der Abend bot spannende Erzählungen aus erster Hand über die Öffnung der DDR. Marianne Birthler berichtete, wie sich in diesen bewegten Zeiten und Umständen das Bündnis 90 gründete und dann mit den Grünen zusammen eine gemeinsame Partei bildete. Sie erzählte von den turbulenten Zeiten in Bonn und den harten inhaltlichen Auseinandersetzungen in den 90ern, wo es für Bündnis90/Die Grünen darum ging, zu Kriegseinsätzen der Bundeswehr eine Position zu bestimmen. Natürlich ging es auch um ihre Arbeit zur Aufarbeitung der Stasiakten, in der nach ihr benannten Behörde. Nicht zuletzt aber warf Marianne Birthler einen Blick zurück auf die Herausforderungen als Frau in der Politik, noch dazu in politischen Machtpositionen. Hundert kurzweilige Minuten lieferten tiefe Einblicke in das Berufsleben einer engagierten Frau. Marianne Birthler betonte die Notwendigkeit, die Fortschritte und Herausforderungen, denen Frauen in der Politik gegenüberstehen, weiterhin anzuerkennen und zu adressieren. "Es gibt noch viel zu tun, um die Gleichberechtigung in der politischen Arena zu erreichen. Frauen spielen eine entscheidende Rolle in der Gestaltung unserer Gesellschaft, und ihre Perspektiven müssen weiterhin gestärkt und gehört werden", fügte sie hinzu.

Das 30-jährige Jubiläum von Bündnis 90/Die Grünen bot nicht nur die Gelegenheit, für einen kritischen Blick in die Vergangenheit, sondern auch, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Bündnis 90/Die Grünen bleiben eine Partei, die von Vielfalt und Meinungsfreiheit lebt und leidenschaftlich für demokratische und humanitäre Grundsätze eintritt. "Es ist beeindruckend, wie sich Bündnis 90/Die Grünen in den letzten 30 Jahren entwickelt haben. Ich habe den gerade stattfindenden Parteitag verfolgt und kann sagen, dass die Partei heute mehr den je eine Partei ist, mit der ich mich identifizieren kann“, sagte Marianne Birthler.

Bündnis 90/Die Grünen Parteitag in Karlsruhe

Wegweisende Beschlüsse und Einigkeit für die Zukunft

Am letzten Novemberwochenende versammelten sich die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen in Karlsruhe zu einem wegweisenden Parteitag, bei dem die Wahl der Parteivorsitzenden anstand, die Liste für die Europawahl aufgestellt und das Europawahlprogramm diskutiert und abgestimmt wurde.

Der viertägige Parteitag stand im Zeichen intensiver Debatten über zentrale politische Positionierungen der Partei. Ein besonders kontrovers diskutierter Punkt war der Antrag der Grünen Jugend zur Verschärfung des Asylgesetzes. Die Grüne Jugend forderte rote Linien der Bundestagsfraktion bei den Entscheidungen zur Migrationspolitik. „Dieser Antrag führte zu leidenschaftlichen Diskussionen innerhalb der Partei, die deutlich machten, dass die Grünen nach wie vor eine Partei sind, die sich intensiv mit Themen auseinandersetzt und um Positionen mit Herz und Verstand ringt, sagte Nico Söhnel, Sprecher der Grünen Jugend Wolfenbüttel.

Die Diskussion über die Asylpolitik der Ampel verdeutlichte den Spagat der Partei, die in Regierungsverantwortung notwendigerweise schmerzhafte Kompromisse eingehen muss um Handlungsmacht zu bewahren und gleichzeitig die grünen Grundprinzipien der Humanität und Solidarität bewahren will.

Ulrike Siemens, Vorstandssprecherin der Grünen in Wolfenbüttel, sieht in der Debatte über das Asylgesetz ein Beispiel für die lebendige Demokratie innerhalb der Partei: "Es ist wichtig und zielführend, dass wir unterschiedliche Perspektiven respektieren und konstruktiv darüber diskutieren können. Nur durch kontroverse Debatten, dem Ringen um die bestmögliche Lösung, bleiben wir eine lebendige und zukunftsfähige Partei. Die Grünen sind eine Partei, die von Vielfalt und Meinungsfreiheit lebt, das hat dieser Parteitag wieder einmal bewiesen.“

Nach intensiven Diskussionen entschied die Mehrheit der Delegierten, den Antrag der Grünen Jugend abzulehnen, forderte jedoch gleichzeitig das Engagement für eine menschenrechtsbasierte Asylpolitik und den Einsatz für Schutzsuchende als Leitmotive des politischen Handelns zu bewahren.

Der Parteitag war nicht nur von inhaltlichen Diskussionen geprägt, sondern auch von einem klaren Bekenntnis zur Einigkeit innerhalb der Partei. Die Mitglieder zeigten Geschlossenheit und Entschlossenheit, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen und einen erfolgreichen Europawahlkampf im kommenden Jahr zu gestalten, der den antidemokratischen Kräften in der europäischen Union den Kampf ansagt.

Termine

Kreismitgliederversammlung

Datum:
23.05.2024
Uhrzeit:
19:30 - 19:30

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