Telefonsprechstunde der grünen Kreistagsfraktion

Die Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Wolfenbüttel bieten eine regelmäßige Telefonsprechstunde an. Einmal monatlich können Einwohnerinnen und Einwohner Mitglieder der Fraktion erreichen und Wünsche, Kritik und Anregungen äußern. Zu anderen Zeiten können Nachrichten unter der angegebenen Telefonnummer auf einem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Dieser wird regelmäßig abgehört. Wenn die Telefonnummer hinterlassen wird, erfolgt zeitnah ein Rückruf durch ein Fraktionsmitglied. Am Mittwoch, dem 25. Januar zwischen 18:00 und 19:00 Uhr freut sich Angelika Uminski-Schmidt, Mitglied der GRÜNEN Fraktion im Kreistag, auf Anrufe unter der Telefonnummer 05331- 7033946.

Die Fraktionen von SPD und GRÜNEN werden im Wolfenbütteler Kreistag folgenden Antrag zur nächsten Sitzungsrunde einbringen:

„Die Landrätin wird gebeten,
1. eine öffentliche Fachkonferenz zum Thema Niedrigstrahlung und ihre Auswirkungen rund um das Atommülllager Asse 2 und ihre Auswirkun- gen auf die Gesundheit zu veranstalten
2. darauf hinzuwirken, dass für die Asse-Region ein geeignetes Gesund- heitsmonitoring aufgebaut wird
3. darauf hinzuwirken, dass künftig in der Arbeitsgruppe Optionen – Rückholung (AGO) strahlenmedizinischer Sachverstand vertreten ist

Begründung:
Vom Atommülllager Asse 2 geht seit Jahrzehnten wie von jeder anderen kerntechnischen Anlage Strahlung aus, welche durch die Bewetterung des Schachtes die Umgebung über das heutige „Normalmaß“ der Umge- bungsradioaktivität hinaus belastet. Deshalb hat das Thema nicht nur für – vor allem ehemalige – Asse-Beschäftigte eine Bedeutung, sondern für die ganze Bevölkerung in der Region. Die Aussagen zu gesundheitli- chen Auswirkungen sind widersprüchlich: Einerseits gibt das Gesundheitsamt des Landes Landkreises „Entwarnung“, andererseits ist von erhöhten Krebsraten und „verlorenen Mädchen“ die Rede. Für Laien ist die Situation undurchsichtig und nicht zu bewerten. Dazu kommt, dass die Wirkung und die Wirkungsmechanismen von Niedrigstrahlung bis heute nicht annähernd ausreichend erforscht sind.

Zu 1:
Die Fachkonferenz soll einerseits der Bevölkerung die Möglichkeit geben, einen Überblick über das Thema und eine mögliche eigene Betroffenheit zu erlangen sowie ihre Fragen und Befürchtungen zu artikulieren. Zweitens soll identifiziert werden, welche weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen sinnvoll und nötig sind, möglicherweise mit Bedeutung über den Standort Asse hinaus. Zu diesem Zweck soll die Konferenz aus folgenden Bestandteilen bestehen:
- Bestandsaufnahme:
o Welche Erkenntnisse und offene Fragen gibt es über die gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlung
   aus der Asse?
o Welche Erkenntnisse und offene Fragen gibt es zum Thema Niedrigstrahlung?
o Welche Forschungen werden derzeit zum Thema Niedrigstrahlung national und international durchgeführt?
- Blick nach vorne:
o Welche Untersuchungen sind notwendig, um Erkenntnisdefizite über die gesundheitlichen Auswirkungen
   der Strahlung aus der Asse zu beseitigen?
o Welche Erkenntnisse könnten durch ein Gesundheitsmonitoring gewonnen werden?
o Welche Erkenntnisdefizite zum Thema Niedrigstrahlung könnten vor dem Hintergrund der spezifischen
   Situation rund um die Asse, insbesondere der Erkenntnisse der Umgebungsüberwachung, möglicherweise behoben werden, und welche Forschung wäre dafür nötig? Als Referenten der Konferenz kommen insbesondere Fachleute aus dem Bundesamt für Strahlenschutz, den Gewerbeaufsichtsämtern und den Gesundheitsämtern sowie unabhängige Strahlenmediziner in Frage.

Zu 2:
Angesichts der bestehenden Unklarheiten stehen die zuständigen staatlichen Stellen in der Verantwortung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Strahlenrisiken für die Bevölkerung rund um die Asse so gering wie möglich zu halten. Grundlage dafür sollte ein Gesundheitsmonitoring als elementares Controlling-Element sein.

Zu 3:
Unter den verschiedenen Fachdisziplinen der AGO fehlt bislang die Strahlenmedizin, dies sollte geändert werden. Gleichzeitig kann geprüft werden, ob angesichts der Entwicklung der letzten Jahre und der damit veränderten Rahmenbedingungen noch weiterhin alle bislang vertretenen Disziplinen vonnöten sind.“

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