Landratskandidat der GRÜNEN zu Besuch bei SoLaWi in Groß Dahlum

„Da hast du etwas wirklich großartiges aufgebaut!“ sagte Leonhard Pröttel, Landratskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei seinem Besuch der Initiative „Solidarische Landwirtschaft“ in Groß Dahlum. Hilmar Nagel, der vor etwa 30 Jahren den Biobetrieb für Gemüse aufgebaut hat, führte Leonhard Pröttel durch die Gewächshäuser und landwirtschaftlichen Flächen. Nagel berichtet über den Werdegang vom kleinen Biobetrieb bis zur Gründung der Solidarischen Landwirtschaft vor knapp 10 Jahren als eines der Ersten Projekte dieser Art in Deutschland. Die Herausforderungen eines so kleinen Betriebes, wie dem seinen, sein in den letzten Jahren immer größer geworden. Vor etwa 10 Jahren dann brachte seine Tochter die Idee der Solidarischen Landwirtschaft, angeregt durch ihr Studium, ins Spiel. Schritt für Schritt hat Nagel den Betrieb umgestellt und in die Hände seiner Tochter gelegt. Seit Januar 2013 wird der Gemüseanbaubetrieb von Lea Nagel als Teil eines SoLaWi-Projektes betrieben. In mehreren Info-Veranstaltungen und Planungstreffen wurde seit September 2012 ein Konzept für die SoLaWi erarbeitet, das nicht gewinnorientiert ist, sondern lediglich dem Erhaltung und Ausbau des Hoforganismus dient. Die Grundidee der Solidarischen Landwirtschaft ist die der geteilten Verantwortung von Lebensmittelproduzenten und –konsumenten. Gemeinsam wird die gewünschte Bewirtschaftungsform und die zu erzeugenden Produkte festgelegt. Die voraussichtlichen Kosten für das kommende Betriebsjahr einschließlich Löhne und Sozialversicherung für die „aktiven Landwirte“ und Rücklagen für Investitionen werden vorab geschätzt und zwischen allen Mitgliedern aufgeteilt, die dafür die Abnahme der Ernte garantieren. Dafür bekommen alle neben ihrem Anteil an der Ernte eine direkte und lebendige Beziehung zu den Grundlagen ihrer Lebensmittel. Die ungebrochene Nachfrage nach Anteilen gibt den Nagels recht. Bis zu 130 Anteilen können gezeichnet werden, die bislang immer ausgeschöpft wurden. „Die notwendige Transformation unserer Landwirtschaft ist sicher nicht allein mit SoLaWi Projekten zu leisten, sie stellen aber einen wichtigen Baustein dar. Die Wirtschaft des Landkreises Wolfenbüttel ist von einer leistungsfähigen Landwirtschaft geprägt. Der Klimawandel stellt sie vor enorme Herausforderungen, gleichzeitig muss die Landwirtschaft ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bei diesen Anstrengungen müssen wir die Landwirtinnen und Landwirte unterstützen und besonders die kleinen und mittleren Betriebe in den Blick nehmen“, so Leonhard Pröttel.



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