Thema Moor bei der GRÜNEN Braunkohlwanderung

Die diesjährige Braunkohlwanderung des GRÜNEN Kreisverbands Wolfenbüttel verlief aufgrund der Demonstration gegen rechts in Wolfenbüttel anders als ursprünglich geplant. Kurzfristig hatte sich der Kreisvorstand entschieden, einen Teil der Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, um allen die Möglichkeit zu geben, an der so wichtigen Kundgebung teilzunehmen. „Es war uns wichtig, heute in Wolfenbüttel gemeinsam ein starkes Signal für die Demokratie und gegen Demokratiefeindlichkeit zu setzen“, erklärte der Co-Sprecher des Kreisverbands Nico Söhnel. Nach der Demo trafen sich die GRÜNEN im Café Brennnessel in Veltheim am Fallstein, direkt am Großen Bruch.

Ulrike Siemens, Co-Sprecherin des Kreisverbands, gab nach der Begrüßung eine kurze Einführung ins Thema Moore. Die besondere Bedeutung der Moore als CO2-Senke für das Klima wurde herausgestellt. Das Große Bruch, das sich über die Landkreise Wolfenbüttel, Helmstedt und Harz in Sachsen-Anhalt erstreckt ist ein gutes Anschauungsbeispiel dafür, wie sich unterschiedliche politische Vorgaben auf den Zustand des Moores auswirken können. So stand über Jahrzehnte in der ehemaligen BRD die gezielte Trockenlegung des Moores und die „Melioration“, also Verbesserung, der Böden auf der politischen Agenda. Durch diese Maßnahmen ist der Zustand des Moores überwiegend schlecht bis sehr schlecht. Im westlichen Bereich bei Hornburg ist das Moor so weit verschwunden, dass wohl auch eine Vernässung nicht mehr möglich sein wird, wie eine Untersuchung im Auftrag des Landkreises Wolfenbüttel ergeben hat. In Sachsen-Anhalt ist der Zustand des Moores, das ja auch Bestandteil des Grünen Bandes ist, deutlich besser. Dies ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass es zu DDR-Zeiten Teil der Grenzanlagen war. Andreas Hoffmann, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN, stand für Fragen der Teilnehmenden bereit und sagte zu, sich für das Thema im Landtag verstärkt einzusetzen. Zur Sprache kamen dabei auch die Konflikte, die mit einer Wiedervernässung von Mooren einhergehen, da die Flächen derzeit landwirtschaftlich genutzt werden und dafür intensiv entwässert werden müssen. Diskutiert wurde ebenfalls über Kompensations- und andere Nutzungsmöglichkeiten, z.B. im Bereich der Energieerzeugung.

Die Wolfenbütteler GRÜNEN freuten sich über Teilnehmende aus allen drei beteiligten Landkreisen. Gemeinsam genoss man den leckeren Braunkohl und den frisch gebackenen Kuchen in der sehr angenehmen Atmosphäre des Café Brennnessel. Ein Ort, den viele auch im Rahmen von Ausflügen in die Nachbarschaft bald wieder aufsuchen werden.

Der vertiefende inhaltliche Teil der Wanderung wird unter sach- und fachkundiger Führung im Frühjahr nachgeholt. Festhalten lässt sich jetzt schon, dass die hohen Niederschlagsmengen der letzten Monate für eine deutliche Entspannung der Situation im Großen Bruch gesorgt haben, besonders wichtig nach den letzten Dürrejahren.



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