29.09.2022

GRÜNE zu Besuch beim Deutschen Roten Kreuz in Wolfenbüttel

Das Foto (privat) zeigt v.l.n.r.: Nico Söhnel, Heike Kanter, Axel Szybay, Thomas Stoch

Wie breit aufgestellt das DRK in Wolfenbüttel ist, davon konnte sich Landtagskandidat Nico Söhnel bei seinem Besuch überzeugen. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Kreistagsfraktion Christel Seigneur und Angelika Uminski-Schmidt informierte sich Nico Söhnel über die Situation und die aktuellen Herausforderungen. Vorstandsmitglied Andreas Ring, die stellvertretenden Vorsitzenden Axel Szybay und Heike Kanter, sowie Thomas Stoch von der DRK-inkluzivo erläuterten das vielfältige Engagement des DRK. „Die verschiedenen Aufgabenfelder sind historisch gewachsen. Das DRK macht dort Angebote, wo wir eine gesellschaftliche Notwendigkeit sehen“, erklärte Andreas Ring. „Es haben sich fünf Teilbereiche entwickelt, die in fünf Gesellschaften untergliedert sind, dadurch sind alle Bereiche wirtschaftlich unabhängig und das ist uns wichtig“, erklärte Axel Szybay. Das Engagement in der Behindertenarbeit sei der jüngste Bereich. „Dabei haben wir unsere Angebote von Beginn an inklusiv ausgelegt. Uns war es wichtig wegzukommen von der klassischen Behindertenwerkstatt hin zu einem Inklusionsbetrieb, der den Mitarbeiter*innen den Weg in den 1. Arbeitsmarkt eröffnet, erklärte Thomas Stoch. Mit dem Solverino als Gastronomiebetrieb, sei ein europaweites Vorzeigeprojekt entstanden, sagt Andreas Ring.Aber auch die Probleme wurden angesprochen. „Eine solide und ausreichende Grundfinanzierung durch das Land wäre dringend notwendig. Die gängige Projektfinanzierung erlaubt keine verlässliche mittel- bis langfristige Planung, die für die Arbeit im Sozialbereich zwingend notwendig ist. Die Finanzsituation ist sehr herausfordernd und kostet uns allen sehr viel Nerven“, beklagte Axel Szybay. „Den Bereich Pflege mussten wir schweren Herzens aufgeben, weil er für uns nicht mehr finanzierbar war“, erklärte Heike Kanter. Die Pflegesätze in Niedersachsen seien derart niedrig, dass damit keine vernünftige Pflege mehr möglich ist. Hier sei die Landesregierung gefordert mit der Pflegekasse zu verhandeln. In anderen Bundesländern seien die Pflegesätze höher. Söhnel versprach, diesen Missstand im Blick zu behalten und sich für eine deutliche Erhöhung einzusetzen. Christel Seigneur sprach die Unterstützung von Geflüchteten durch das DRK an und fragte nach den Erfahrungen in diesem Bereich. “Die jüngste Fluchtbewegung hat gezeigt, wie gut die Arbeit der sozialen Einrichtungen vor Ort funktioniert und gleichzeitig wie mangelhaft die Unterstützung durch das Land ist“, sagt Andreas Ring. Nach zwei Stunden intensiven Austausches verabschieden sich die GRÜNEN Politiker. „Es ist deutlich geworden welch unverzichtbaren Beitrag das DRK für unsere Gesellschaft leistet. Hier muss die Landesregierung nachbessern und die sozialen Einrichtungen finanziell so ausstatten, dass die hervorragende Arbeit auch solide abgesichert ist. Dafür werde ich mich einsetzen“, versprach Nico Söhnel.

29.09.2022

Bündnis90/Die Grünen informierten sich auf dem Rittergut Lucklum

Das Foto (Astrid zu Höne) zeigt v.l.n.r.: Angelika Uminski-Schmidt, Miriam Staudte, Nico Söhnel, Helmut Gockel, Ulrike Siemens

„Das ist ja wirklich vorbildlich, was hier auf dem Rittergut in Lucklum alles gemacht wird!“, freut sich Miriam Staudte, Mitglied des Landtags und umweltpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Bei dem Besuch, gemeinsam mit dem Landtagskandidaten Nico Söhnel sowie den Kreistagsmitgliedern Ulrike Siemens und Angelika Uminski-Schmidt, ging es um Umweltschutzmaßnahmen auf dem und rund um das Rittergut. „Hier sehen wir ein echtes Leuchtturmprojekt für unsere Region und darüber hinaus im Bereich Klima-, Arten- und Umweltschutz“, sagt Ulrike Siemens. Geschäftsführer Helmut Gockel führt die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN über das weitläufige Gutshof-Gelände und erläutert mit viel Sachverstand die verschiedenen Maßnahmen von der Gebäudewirtschaft und dem, damit verbundenen, Denkmalschutz bis hin zu den zahlreichen Maßnahmen und Projekte in der Land- und Forstwirtschaft: „Mit der Biotopvernetzung, der Biolandwirtschaft, dem Engagement bei erneuerbaren Energien und der Argroforstwirtschaft vereint das Rittergut Lucklum gleich ein ganzes Bündel an Maßnahmen zum Klimaschutz. Dabei gehen wir sehr behutsam vor und berücksichtigen auch immer die historischen Aspekte dieser in der Vergangenheit bedeutenden Kommende des Deutschen Ritterordens“, erklärt Helmut Gockel. Bei Maßnahmen wie dem Agroforstprojekt seien sie in der Region Vorreiter, so Gockel. Das Engagement im Bereich Klima-, Arten- und Umweltschutz sei eine Herzensangelegenheit der Eigentümerfamilie. „Dank dieses Umstandes können wir hier Maßnahmen erproben und Erfahrungen sammeln, die anderen Landwirten zugute kommen“, sagt Gockel. Agroforst, Biotopvernetzung und Biolandwirtschaft gingen Hand in Hand. Die Hecken- und Baumstrukturen böten Schatten und schützten vor Wind, außerdem hielten sie das Wasser. „Wir wollen verhindern, dass das Wasser abfließt, denn wir brauchen es in den Flächen, das erreichen wir mit den Baum- und Heckenstrukturen“ erklärt Gockel. Er weist aber auch darauf hin, dass große Gewinne mit diesen Maßnahmen momentan nicht zu erzielen seien, aber es seien unverzichtbare Investitionen in die Zukunft, die sich erst zukünftig auszahlen würden. Dies sei auch der Leitgedanke der Eigentümerfamilie, die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen übernehmen möchte. „ Auch im Bereich der Biotopvernetzung ist ja in den vergangenen Jahren einiges passiert“, sagt Ulrike Siemens und erkundigt sich nach den Maßnahmen in diesem Bereich. „Im Sommer 2020 wurde auf Flächen des Rittergutes das erste Biotopvernetzungsprojekt in Niedersachsen realisiert. Mit diesem 1,5 Kilometer langen Heckensystem ist wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen worden. Das unterstützt auch die Wanderungsbewegungen der Wildtiere“ sagt der Geschäftsführer. Und Miriam Staudte hebt einen weiteren Aspekt dieses Projektes hervor: „Mit diesem neuen Wildkatzenkorridor zwischen Elm und Asse ist ein wichtiges Puzzlestück für den Erhalt dieser Art in Niedersachsen hinzu gekommen.“ Nach knapp zwei Stunden verabschieden sich die Mitglieder der GRÜNEN. „Das wir mit dem Rittergut einen so engagierten Betrieb in meinem Wahlkreis haben, war mit bislang nicht bewusst“, erklärt Nico Söhnel sichtlich beeindruckt und Miriam Staudte schließt sich an: „Der Besuch hier in Lucklum hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn hier werden die Weichen für eine lebenswerte Zukunft gestellt!“ Helmut Gockel bedankt sich für das Interesse und betont, wie wichtig der Dialog zwischen Land- und Forstwirtschaft und Politik sei, um Klima, Boden und Artenvielfalt gemeinsam zu schützen und zu fördern. Und Maßnahmen umzusetzen, die für alle Beteiligten zu einem sinnvollen Ergebnis führen und zukünftigen Generationen zugute kommen.

28.09.2022

GRÜNE besuchten Evangelische Stiftung Neuerkerode

Foto (von links): Der grüne Landtagskandidat Nico Söhnel und der Sprecher der Sickter GRÜNEN Holger Barkhau zu Besuch in der Evangelischen Stiftung Neuerkerode

Söhnel: „Ein Ort zum Wohlfühlen“

Nico Söhnel, Kandidat der GRÜNEN für die Landtagswahl am 9. Oktober, und Holger Barkhau, Sprecher des Ortsverbandes Samtgemeinde Sickte der GRÜNEN, wurden bei einem Rundgang durch das Dorf Neuerkerode umfassend über die Einrichtung, ihre Möglichkeiten, aber auch über bestehende Hindernisse und Schwierigkeiten informiert. Tobias Henkel, der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn), Marcus Eckhoff (Geschäftsführer Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH) sowie Claudia Deichmann (Leiterin der Tagesförderung bei der Wohnen und Betreuen), erläuterten den umfassenden Ansatz ihrer Arbeit im Dorf Neuerkerode sowie in Wolfenbüttel und Braunschweig: Nicht abstrakte politische Zielsetzungen bildeten den Maßstab des Betreuungsangebotes, sondern die Wünsche, Fähigkeiten und Möglichkeiten der zu Betreuenden. „Inklusion ist ein gutes und erstrebenswertes Ziel“, erläuterte Tobias Henkel. „Aber nicht für jeden ist alles möglich und realistisch.“ Der Maßstab müsse sein, dass den betreuten Menschen mit Behinderung die Wohnform und die Beschäftigung ermöglicht werde, die zu ihren Bedürfnissen, Möglichkeiten und Fähigkeiten passten. Wer eigenständig außerhalb Neuerkerodes z.B. in Wolfenbüttel oder Braunschweig wohnen könne und möchte, erhalte die Gelegenheit dazu. Wer die Vertrautheit und Sicherheit der Einrichtung brauche, um sich wohl und zuhause zu fühlen, müsse auch diese Option wählen können. Gleiches gelte für den Bereich der Beschäftigung: „Für manche Betreuten kommen die Werkstätten für behinderte Menschen in Frage, während andere besser mit niedrigschwelligeren Angeboten im Rahmen der Tagesförderung zurechtkommen“, erläuterte Claudia Deichmann. So gebe es seit einiger Zeit das außerordentlich nachhaltige Projekt „Einfach Wasser“, bei dem Wasser mit und ohne Kohlensäure in Bügelflaschen von Menschen mit Behinderung unter Anleitung abgefüllt und in die Wohngruppen geliefert werde. Während des Besuchs überzeugten sich die Gäste von der wohlschmeckenden Qualität des Wassers und ließen sich die Anlage von den Mitarbeitenden erläutern.

Marcus Eckhoff erläuterte weiter gehende Perspektiven: „Inklusion bedeutet für uns nicht nur, dass Menschen mit Behinderung besser mit den Anforderungen des Alltags in Schulen, Arbeit und öffentlichem Leben zurechtkommen. Wir können uns ebenso vorstellen, die Einrichtung in Neuerkerode auch für andere Zielgruppen zu öffnen. Warum sollen Familien mit Kinder oder ältere Menschen nicht ihren Wohnraum in Neuerkerode haben? Warum sollen sich Firmen nicht auch auf dem Gelände Neuerkerodes niederlassen und gemeinsames Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen?“

Die mangelnde Anerkennung des Berufes „Heilerziehungspfleger*in“ war ein weiteres Thema des Besuchs. Es sei unverständlich, weshalb trotz der enormen Belastung in der Coronazeit die Heilerziehungspfleger*innen im Gegensatz zu Gesundheits- und Krankenpfleger*innen und Altenpfleger*innen keinerlei Zulagen erhalten haben. „Der Beruf „Heilerziehungspfleger*in“ muss aufgewertet werden – in der gesellschaftlichen Anerkennung und natürlich auch finanziell“, forderte Tobias Henkel.

Nico Söhnel zeigte sich tief beeindruckt von der positiven Atmosphäre, die er bei dem Rundgang wahrgenommen hat: „Wenn der Umgang miteinander nur überall in unserer Gesellschaft so wertschätzend wie in Neuerkerode wäre, dann wäre vieles besser.“ Er versprach, sich als Landtagsabgeordneter für die Belange der Menschen mit Behinderung und der in diesem Bereich Arbeitenden einzusetzen.

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