30.10.2014

Niedersächsischer Umweltminister Stefan Wenzel besuchte Windkraftanlagen

Das Bild zeigt als dritten von rechts Herr Hedrich (seitlich) und mittig den Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel in der Besuchergruppe

Grüne für erneuerbare Energien in Bürgerhand

Die Samtgemeinderatskandidaten von Bündnis 90 / Die GRÜNEN für den Rat der neuen Samtgemeinde Elm – Asse besuchten mit dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel Windkraftanlagen in Bürgerhand im Windpark bei Remlingen. Herr Hedrich, Miteigentümer der "Ostwind GbR", die 3 Windkraftanlagen im Windpark östlich von Remlingen betreibt, berichtete über seine Erfahrungen mit den Windrädern.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch in unserer schönen Gegend Windenergieanlagen in Bürgerhand möglich sind. Im nördlichsten Landkreis in Deutschland, dem Landkreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein, ist dies die Regel. Dort sind über 90 Prozent der Windparks in Bürgerhand. Im Jahr 2012 wurde eine weitere Fläche von 3300 ha als Eignungsgebiete für die Windnutzung ausgewiesen. Diese Flächen sind sogar zu 100 Prozent in Bürgerhand.

Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel sagt dazu: „Die konsequente Umstellung der Energieversorgung in Niedersachsen auf erneuerbare Energien ist möglich. Fukushima ist eine unmissverständliche Mahnung: Die wichtigste Konsequenz aus der Katastrophe muss der schnellstmögliche Atomausstieg und der Umbau der Energieversorgung sein."

Lutz Seifert, Gemeinderatsmitglied der Gemeinde Vahlberg, sagt: „Der Wind gehört allen und nicht den Landeigentümern dessen Flächen in einem Windvorranggebiet liegen. Aus diesem Grunde sollen auch alle betroffenen Bürger die Vorteile eines Windparks vor der Haustür nutzen können, wie z. B. günstigeren Strom und eine Gewinnbeteiligung, und nicht nur die Nachteile, wie z. B. die Veränderung der Landschaft, hinnehmen müssen.“

Möglich wäre dies, wenn der Zweckverband Großraum Braunschweig zum Beispiel ein Windvorranggebiet im Gemeindegebiet der Gemeinde Vahlberg ausweist. Die Gemeinde Vahlberg begrüßt die Ausweisung dieses Windvorranggebiets und wünscht sich einen Windpark mit Bürgerbeteiligung. Mit der regional ansässigen Elm – Asse – Windstrom Gesellschaft, die bereits die Bürgerwindräder in Hachum und Apelnstedt realisiert hatte, würde sich eine Betreiberorganisation für Windkraftanlagen in Bürgerhand auch für Vahlberg anbieten. Der Verein ‚Regionale Energie- und Klimaschutzagentur e.V. in Gründung’, der sich die Vernetzung der Klimaschutz-Akteure und die Umsetzung von klimaschonender Lebens- und Arbeitsweise zur Aufgabe gemacht hat, möchte dies unterstützen. „Erneuerbare Energien in Bürgerhand, so bleibt die Kaufkraft in der Region. Dies ist gut für die Gemeinden und für die Bürgerinnen und Bürger“ sagt Bernhard Foitzik.

Hilmar Nagel sagt: „Was in anderen Regionen in Deutschland schon seit Jahren umgesetzt wird muss auch in unserer Region möglich sein – Erneuerbare Energien in Bürgerhand.“



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