23.05.2018

Schwermetalle in der Innerste – alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren

Wie haben sich diese Belastungen historisch entwickelt? Wo genau finden sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu Gesundheitsgefahren sagen? Wie wirken sich die Belastungen auf die Landwirtschaft aus?

Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein am

06. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Saal des Gasthauses Woltmann, Insel 1, 38271 Baddeckenstedt.

Baddeckenstedt. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker bis in die Nordsee.

Bei Überschwemmungen der Flussauen werden belastete Sedimente auf Weiden und Äckern abgelagert. Der Klimawandel lässt noch häufigere Starkregenereignisse und damit Überflutungen erwarten.

Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

27.04.2018

Gedenkfeier in Schandelah-Wohld

Kranzniederlegung im letzten Jahr. Bild Ulrike Siemens

Die Gemeinde Cremlingen wird, wie seit mittlerweile mehr als 30 Jahren, auch in diesem Jahr der Opfer des ehemaligen Außenlagers des KZ Neuengamme in Schandelah-Wohld gedenken. Die Gedenkfeuer findet am Montag, den 30. April um 10.45 Uhr in der Kapelle des Friedhofs in Scheppau statt, auf dem viele der ehemaligen KZ-Häftlinge begraben sind, Im Vorfeld wird es um 10 Uhr eine Kranzniederlegung am Gedenkstein im Wohld geben. Gäste sind zu beiden Veranstaltungsteilen herzlich eingeladen.
Diese Gedenkfeier ist der beharrlichen Arbeit der Grünen bereits seit den 80er Jahren zu verdanken, die dieses Kapitel der lokalen Geschichte aufgearbeitet und wieder in das öffentliche Bewusstsein getragen haben.

In den letzten Jahren ist unter maßgeblicher Beteiligung der Cremlinger Grünen, besonders von Dr. Diethelm Krause-Hotopp, der Bereich des ehemaligen KZ und der Tagebauflächen hergerichtet und mit Erläuterungstafeln versehen worden.

„An diesem Ort, in Schandelah-Wohld, wurde ab Mai 1944 das Außenlager Schandelah des Konzentrationslagers Neuengamme errichtet. Bis zu 800 männliche Inhaftierte aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Spanien, der Sowjetunion und der Tschechoslowakei waren gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen Ölschiefer abzubauen. Die Firma „Steinöl GmbH“ ließ hier eine Fabrik zur Ölgewinnung errichten. Die Gefangenen waren Männer, die in ihrer Heimat Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und die Besetzung ihres Heimatlandes durch die Deutsche Wehrmacht geleistet hatten. Sie kämpften um ihr Leben, um ihre Menschenwürde und ihre Freiheit. (Victor Malbecq, geb. 1925, Mitglied des belgischen Widerstands, in Schandelah inhaftiert)

Aufgrund extrem schlechter Arbeitsbedingungen, Unterernährung, Misshandlungen und Erschießungen durch das Wachpersonal starben 200 Häftlinge, 97 von ihnen sind auf dem Friedhof von Scheppau begraben. Die Namen der Toten sind zum Teil nicht bekannt.

Am 10. April 1945 fand die Räumung des Lagers statt. Der mehrtägige Transport erfolgte ab Bahnhof Schandelah über Magdeburg, Stendal, Wittenberge ins Auffanglager Wöbbelin bei Ludwigslust. Dort wurden die Überlebenden am 2. Mai 1945 befreit.“

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Wie haben sich diese Belastungen historisch entwickelt? Wo genau finden sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu Gesundheitsgefahren sagen? Wie wirken sich die Belastungen auf die Landwirtschaft aus? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein

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