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23.10.2014

Niedersächsischer Umweltminister Stefan Wenzel besuchte Asse 2

Das Bild zeigt von links Stefan Wenzel, Lutz Seifert, Bernhard Foitzik und Hilmar Nagel

Grüne für schnelle Rückholung des Atommülls

Die Kandidaten von Bündnis 90 / Die GRÜNEN für den Samtgemeinderat der neuen Samtgemeinde Elm – Asse trafen sich mit dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel an der Schachtanlage Asse 2. Die sichere Schließung des Atommülllagers Asse ist nach Ansicht von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel eine der größten Herausforderungen in der deutschen Umweltpolitik.

Einig waren sich alle, dass die Rückholung des Atommülls aus unserer schönen Asse die beste Lösung ist. Denn wenn die Rückholung nicht gelingt kann der Atommüll in der Asse nicht trocken gelagert werden. Die vorhandenen Hohlräume in der Asse werden entweder von den schon heute täglich eindringenden 12.000 Litern Salzlauge oder einer künstlich zugeführten Flüssigkeit gefüllt. In beiden Fällen löst sich der Atommüll in der Flüssigkeit zu einem radio- und chemotoxischen Brei. In diesem Gemisch aus eingelagertem Atommüll, den Fässern und der Flüssigkeit bilden sich durch chemische Reaktionen unweigerlich auch Gase. Zusammen mit dem Gebirgsdruck werden diese Gase eine kontaminierte, giftige Lösung über die selben Wegsamkeiten über die heute die eindringende Salzlauge ins Bergwerk gelangt in die Biosphäre auspressen. Ernest Duzevic sagt: „Das Grundwasser in der Region könnte kontaminiert werden. Die Grundwasserströmungen sind kaum erforscht. Niemand kann vorhersagen, wo radioaktive Nuklide an die Erdoberfläche gelangen. Salzquellen gibt es einige in der Gegend.“

Obwohl von Anfang an Zweifel an der Eignung als Endlager bzw. als „Forschungsbergwerk“ bestanden und frühzeitig Erkenntnisse über Wassereinbrüche vorlagen, haben es die Verantwortlichen versäumt, rechtzeitig von weiteren Einlagerungen abzusehen und frühzeitig eine Rückholung vorzunehmen. Nun ist diese Rückholung politisch beschlossen. Die Grünen waren sich aber einig, dass der derzeitige Rückholungsprozess des Bundesamtes für Strahlenschutz zu langsam ist. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Rückholung erst im Jahr 2033 beginnt“ sagt Angelika Uminski. Lutz Seifert sagt: „Der Bau des Schachts Asse 2 begann im Jahr 1906 und wurde innerhalb von 3 Jahren abgeteuft. Es ist schon komisch, dass trotz technischer Weiterentwicklung Planung und Bau des Asse – Schachts 5 heute ca. 15 Jahre dauern soll.“

Die Kandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen werden sich weiterhin engagiert dafür einsetzen, dass die Asse durch Rückholung des strahlenden Mülls unter höchster Beachtung des Strahlenschutzes für die Beschäftigten und für die gesamte Bevölkerung saniert wird.

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