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11.04.2014

Grüne Kreistagsabgeordnete reden mit der Naturschutzbeaufragten des Landkreises Wolfenbüttel

V.l.n.r.: Thomas Boog, Holger Barkhau, Christiane Wagner (alle: Kreistagsfraktion GRÜNE), Ina Weber-Schönian (Naturschutzbeauftragte), Bertold Brücher und Ehrhard Dette (beide Kreistagsfraktion GRÜNE); es fehlen Elisabeth Gerndt, Reinhard Gerndt

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN hatte die Naturschutzbeaufragte des Landkreises Wolfenbüttel, Frau Ina Weber-Schönian zu Gast.

Sie führt die  ehrenamtliche Funktion  der Naturschutzbeauftragten für den Landkreis Wolfenbüttel seit 2008 aus.

Aus dem  Bericht der Diplombiologin wurde. deutlich, dass oftmals noch nicht vergegenwärtigt sei, welche Bedeutung der Naturschutz für Nachhaltigkeit, aber auch für sinnliches Erleben der Umwelt habe. Einerseits seien 81 % der Bundesbevölkerung für Naturschutz, andererseits mangele es manches Mal an der Bereitschaft mitzuwirken, wenn es um Belange ginge, die das Verhalten vor der eigenen Tür beträfen.

Wichtig sei es, Kindern die natürliche Empathie für das Begreifen der Natur zu erhalten so Weber-Schönian weiter.  In den Kindertageseinrichtungen im Landkreis gäbe es gute Projekte, die den natürlichen Drang der Kinder fördern, spielerisch Umwelt zu erfahren.  Denn so werde, ohne erhobenen Zeigefinger, selbstverständliches gelernt – Freuden mit und Nutzen und Respekt vor der natürlichen Umgebung.

Leider sei  diese Einsicht aber, so Ehrhard Dette, Mitglied der Kreistagsfraktion und ehrenamtlich im Naturschutzbund Niedersachsen engagiert, im Kreistag noch nicht sehr ausgeprägt. Es sei nun aber wichtig, so die GRÜNEN und die Naturschutzbeauftragte,  z.B. die Vernetzung von Biotopen voranzutreiben.

Im Kreistag wurde eine wesentliche Chance hierzu verpasst, als Ende 2013 mehrheitlich gegen den GRÜNEN-Antrag gestimmt wurde,  die FFH-Gebiete im Elm unter Naturschutz zu stellen, so GRÜNEN-Abgeordnete und stellvertretende Landrätin Christiane Wagner.

Denn es sei nicht zu verkennen, dass die Ablehnung der Umwidmung in ein Naturschutzgebiet Signalwirkung für die Nachbarkreise habe. „Die beobachten sehr genau, was sich im Landkreis Wolfenbüttel tut“, so Weber- Schönian. In Helmstedt gab es großes Interesse, den Elm unter Naturschutz zu stellen. Ob es dazu jetzt noch komme, sei fraglich.

Ob allerdings die vom Kreistag anstelle einer Ausweisung als Naturschutzgebiet verabschiedete Landschafts-schutzgebietsverordnung den hohen Anforderungen der europäischen FFH-(Flora-Fauna-Habitat)-Richtlinie genüge, sei zumindest fraglich, so der GRÜNEN-Fraktionsvorsitzende Bertold Brücher.

In zukünftigen Treffen zwischen Fraktion und Naturschutzbeauftragter wolle man sich, so Thomas Boog, konkreten Belangen des Naturschutzes widmen, z.B. der Biotopvernetzung zum Erhalt der Biodiversität  im Landkreisgebiet.  Da gäbe es einiges zu tun. Die GRÜNEN hoffen, dass anders als beim Thema „Naturschutzgebiet Elm“ der Kreistag eine geschlossene Meinung zugunsten des Erhalts und der Förderung des Naturschutzes im Landkreis Wolfenbüttel  entwickelt so Holger Barkhau.
 

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